Seite 14 - Valser Geschichten

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kamen die drei Unheimlichen in die Hütte. Wieder begannen sie mit
der Zubereitung des Käses. Der, der sein Messer zurück gelassen hatte,
griff zu den Walbernen hoch und zog dasselbe dem Alpknecht aus dem
Bein und begann mit seiner Arbeit. Nach getaner Arbeit setzten sich
die Drei an den Tisch und verzehrten die zubereitete Mahlzeit. Beim
Läuten der Betglocke in Vals unten verschwanden die Geister wieder.
Froh dem Messer los geworden, stieg der junge Mann von den
Walbernen herunter.
Keine Wunde war am Bein zu erkennen, nicht einmal Blut. Er stieg
dann ins Dorf herunter, nicht ohne vorher ein Vaterunser und ein
Deprofundis gebetet zu haben. Von nun an hat er einiges mehr
geglaubt, und graue Haare hat er auch schon bekommen.
Im Schuolhus het s ggeischtet
Im ganz aalta Schuolhus hed s e Zit lang ggeischtet. Immer we dr Maana
gschunna het, het ma es Gspenscht in dr Chällerfoltera aab gsee. Das
Gschpenscht ischt es ganz bsunders gsi, äs het nämlich nu eis Oug gchä.
Wenn dr Maana gschunna het
ischt das Gschpenscht dr Muura
naa hära tiichet bis zur Chäller-
stäga. Detta hed s schi erstellt
und het ggwartet bis dr Maana
zuo gganga ischt.
D Schuolmüürta hent afan-
ga Angscht gchriegt und hent
nümma ds Schuol wella. Zum
Gfell ischt de es Abedsch es tif-
figs Mannli, eis wa nit uf de
Grind gchit ischt, in ds Schuol-
hus uoi, ga luoga.
Äs het de gsee, das dr Maana
dür es grosses Loch in dem dür-
trätena Gangboda, (duo sind
halt d Müürta no mit gnagleta