Seite 70 - Valser Geschichten

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1968 April
Eine Lawine vom Brand zerstört einige Ställe, die Lawine fährt bei
Geud über den Rhein bis zum östlichen Talhang und zerstört dort ein
Heudach.
1975 5./6. April
Lawinen von der Leisalp und vom Hora.
Schäden bei der Post, Cartüra und Zamaia.
1 Todesopfer
2 Wohnhäuser sind zerstört, deren 3 beschädigt.
52 Ställe werden ganz zerstört, 55 erleiden Teilschaden.
3 Alpgebäude sind ganz zerstört.
6 Stk Grossvieh und 16 Stk. Kleinvieh wurde getötet. Laut Gebäude-
versicherung betrug die Schadensumme 2 Millionen und dreihundert-
tausend Franken.
Ein Teil der bestehenden Lawinenschutzbauten wurde stark beschä-
digt und ca. 26 ha. Wald wurde zerstört.
Neuschneehöhe im Dorf 1.50 m.
Das Lawinenunglück
1975
gab den Anlass, die Lawinenverbauungen
auf der Leisalp und unter dem Hora schneller zu realisieren. Auf der
Leisalp wurden, in der Schweiz erstmalig, Auffangdämme (das sind
grosse Erdwälle mit bergseits tiefen Erdmulden) erstellt.
Ende der Verbauung
1996
. Gesamtkosten der Verbauung Leisalp
und Under em Hora: Elf Millionen vierhundert und fünfzigtausend
Franken.
1999 29. Januar
Eine eher kleine Lawine kommt vom Brand, wie vorgesehen über die
Büelgallerie. Einige Ställe werden beschädigt.
«Äs hept» sagten sich die Leute im Dorf und freuten sich. Nach
einigen Scheearmen Wintern dürfen wir erfreut feststellen, dass sich
die aufwendigen Lawinenverbauungen bewähren.
Neuschneehöhe im Dorf 120 cm., in Zerfreila 172 cm.